25.-27.3.2016: IBM Casa, Fes

Am Freitag waren wir wieder in der IBM Casa um dort ungestört an unseren Projektberichten zu arbeiten und uns im Team aber auch mit Team 4 bezüglich der Abschlußpräsentation am Donnerstag im Museum von El Jadida abzustimmen (und seltsame Bilder in der IBM Sitzecke zu machen). Waren am Mittwoch dieser Woche zufällig in dem Museum, das in sehr schönem Altbau am Strand ist und über den Unabhängigkeitsprozess Marokkos Auskunft gibt. Mittags gab es endlich mal wieder Pastilla! Ist für mich das bisher beste marokkanische Gericht. „Unser“ Projekt hat auch eine Facebookseite, auf der man die dortigen Akteure sehen kann und auch Artikel über unseren Besuch/Aktivitäten mit NEF.

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Abends war dann doch noch einiges für das Projekt zu tun (um ohne schlechtes Gewissen ins Wochenende zu gehen), es stand nochmal Wäschewaschen an und es mußten daher Kekse und Salzstangen als Abendessen reichen.

Am Samstag ging es mit dem sehr kurzweiligen „Team Fes“ um 9 Uhr mit der Tram zum Hauptbahnhof Casa Voyageur und dann mit dem Zug 4 h nach Fes. Dort ging es zuerst mit dem Taxi ins Hotel zum Einrichten und dann auf einer nahegelegenen Dachterasse Mittagessen (etwas zähe Rindfleischtajine). Dann trafen wir uns mit dem Fahrer für den Tag, der uns in einer ca. dreistündigen Tour die außerhalb der Medina liegenden Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte zeigte. Im Hotel stieß auch der Zivilpolizist zu uns, den IBM Security organisiert hatte, der uns während des ganzen Aufenthaltes hier begleitete. War aber eher gutes Gefühl mit ihm, obwohl es sicher Grund hatte, warum wir dieses Wochenende Bodyguard hatten. Karim war sehr nett und fungierte als zweiter Guide, der uns auch viel erzählte.

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„Team Fes“ (Karen, Saikat, Frank, Boris, Krishnendu und Filip) und das Haupttor zum Feser Königspalast (es gibt in jeder größeren Stadt mindestens einen) mit links unserem Bodyguard

Fes hat größte (500.000 Einwohner, Gesamtstadt ca. 1 Mio.) und älteste (etwa 1200 Jahre alt) Medina (Altstadt) Marokkos mit 17 km komplett erhaltener Stadtmauer und ohne Guide verirrt man sich da mit 100%iger Wahrscheinlichkeit. Aber auch hier hat es herrliche Märkte und Souvenirs (inkl. wirklich günstiger Preise). Da ich bisher inklusiver aller Wochenendreisen, Souvenirkäufe, Eintritte, Getränke und Restaurantessen mit dem IBM Spesenbudget auskomme (obwohl wir bei NGO mittags gegenüber anderen, die für Firmen arbeiten, kein verbilligtes Kantinenessen haben oder oft vom Kunden zum Essen eingeladen werden) und der Platz im Koffer begrenzt ist, halte ich mich mit Souvenirkäufen aber zurück. Aber es gibt schon sehr viele, echt schöne Sachen hier und es juckt einen oft! Schade ist nur wie überall in Marokko der Müll, überall wo Menschen sind, auch an den schönsten Stellen in der Natur, alles voll mit Müll, ist echt schade. Mitten in der Medina liegt auch die äteste noch heute bestehende Universität, die Karueein-Hochschule von 859 (die älteste europäische Uni war Bologna erst 200 Jahre später ab 1088).

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Blick auf die „alte“ Altstadt (es gibt auch 700 Jahre alte „neue“ Altstadt)

Abends waren wir dann in ehemaligem Palais („Palais Batha„) einer Feser Familie ganz nahe beim Hotel, das direkt an einem der Haupttore zur Medina lag,  lecker essen (Hähnchentajine). Es gibt hier so viele Restaurant mit besonderem Ambiente, ist echt toll. Und auch die Essenpreise sind klasse, für 7-10 EUR kann man in normalem Restaurant Dreigangmenü inklusive Getränken bekommen. Das Hotel selbst hat schon bessere Zeiten gesehen, hat aber einen gewissen verblichenen Charme der 60er gehabt, dass es schon wieder besonders war. Da wir den Führer für den nächsten Tag schon abends kennenlernten, brachte er uns zum Restaurant und holte uns wieder ab. Unser Bodyguard hatte uns auf Zusage nahe beim Hotel zu essen und uns hinbringen zu lassen seine Telefonnummer gegeben und kam dann erst am nächsten Morgen wieder.

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Schlappen/Babousche in allen Farben (da hätte ich fast für Familie Großeinkauf gemacht für ca. 10/15 EUR pro Schuhpaar)

 

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herrlich diese Lampen, Spiegel und Tabletts etc.

Nett ist im CSC Team, dass ich immer mal wieder wegen meiner Anziehsachen gelobt werde (hab natürlich die schönsten Sachen mit!, freut einen aber trotzdem diese Komplimente) und die native speaker beeindruckt sind, dass man drei Sprachen spricht (und die ja nicht wirklich super und soviele sind das ja auch wieder nicht). Wobei das nichts gegen die Marokkaner ist, die in der Regel Arabisch, Französisch, viele Berber/Tamazigh und dann ggf. noch Spanisch (im Norden) und Englisch sprechen.

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Am Sonntag holte uns dann der Führer ab und führte uns fast 4 Stunden kreuz und quer durch die Medina. Höhepunkte waren das Geberviertel, Häuser reicher Familien, Moscheen und die Läden, die man sah. Mittags waren wir dann wieder auf Dachterasse (leckere Truthahnkebabspieße) und dann ging es mit Taxi und Zug wieder zurück nach Casa, wo wir um 21 Uhr dann wieder ankamen. Nach der Vorbereitung des morgigen Tages ging es dann endlich richtig müde ins Bett.

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Kamelmetzger

#ibmcsc morocco

 

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