9./10.3.2016: was es sonst zu berichten gibt

Der Tag gestern nicht beim Klienten, sondern in der IBM Lokation hat gut getan, nun gibt es Struktur und wir haben den Informationswust der letzten Tage verarbeitet und in Form gebracht. Filip ist da unser Held, der bringt uns mit agilen Post-its, cooler Folienzauberei, guten Methodiken (interessanter Tipp: gapminder.org) und Whiteboardmalerei richtig super voran. Ist trotzdem echt fordernd derzeit, so richtig effizient am Projektthema arbeiten geht noch nicht.

Für Hin- und Rückfahrt zur IBM Lokation haben wir Uber genutzt. Ist schon cool und einfach (alles über Smartphone „mit einem Klick“; und Geld oder Gedanken machen über Taxameter und Trinkgeld braucht man sich auch nicht; und danach kann man sich Fahrtdauer, Strecke, Entfernung und Abrechnungsbetrag auf dem Smartphone ansehen).

Mittags waren wir in einem anderen Snackrestaurant, diesmal aber ohne kulinarisches Aha-Erlebnis. Die IBM Lokation selbst ist nicht sehr viel anders wie man das aus Deutschland kennt, nur alles einen Tick kleiner und weniger hochwertig. Kollegen dort sind nett, aber da das alles Großraumbüro ist, ist es eher anonym. Klasse ist auch, dass man nahezu überall in Marokko WLAN hat und dann über Laptop und Verse/Smartphones an Mails und Whatsapp kommt, den kommuniziert wird im Team viel und schnell!

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Bilder: privat

Abgerundet wurde der Tag dann durch eine durch Glenn angeleitete abendliche Streetfoodtour (Schnecken, Schwarma, warme Bohnen/Kichererbsen mit Soße, Zuckerwerk, Teigtaschen, Teigrollen, marokkanischer Milchshake -> aber nur Minischluck, da die selben 5 Gläser immer wieder kalt abgespült werden bei Dutzenden von Kunden….) und etwas Onlinerecherche vor dem Schlafengehen für das Projekt. Abends sind hier so viele Menschen auf den Straßen, so ist das bei uns nur sommers bei Festen. Man sieht sowieso immer und überall viele Menschen (und Gesichter der Armut) einfach nur herumsitzen oder -stehen und da es fast überall etwas heruntergekommen und vermüllt aussieht, ist es etwas gewöhnungsbedüftig sich ganz wohlzufühlen. Man sieht auch eigentlich fast nie (erkennbare) Nichtmarokkaner/Touristen.

Heute waren wir wieder ab 7:45 Uhr auf der Straße und dann 1,5 h später beim Klienten in El Jadida um unser Vorgehen vorzustellen, die ersten Folien und Detailfragen zu besprechen. Das ging auch gut voran, allerdings haben wir noch nicht die ausreichende Vertrauensbasis mit den Ansprechpartnern erreicht. Diesmal ging es nach El Jadida komfortabler mit einem Kleinbus, in dem dann man sich dann auch gut zum Projekt besprechen konnte um die Fahrtzeit zu nutzen. Mittags waren wir dann am Strand essen und konnten nachmittags unseren Besuch in Safi (2 h weiter südlich), Übernachtungen vor Ort und Treffen mit Partnern/Experten planen. Eine unerwartete Herausforderung des Projektes ist es, Zeit mit den Ansprechpartnern beim Klienten zu bekommen. Aber dann immer mit Minztee! Interessant ist auch die Erwartungshaltung der Projektmitglieder bzgl. Effizienz, die aus Industrieländern sind aktuell mit (bewußt) weniger Erwartungen angereist, wie die aus Entwicklungsländern (die eher von dem ihnen bekannten Standard ausgehen). Und angenehm ist, dass alle IBMer im Team wirklich pünktlich und verläßlich sind; da gab es bisher noch kein Problem.

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Bilder: privat

Abends ging es dann nach schnellem Abendessen / „Druckbetankung“ (mein Essen kam 5 min. bevor wir Restaurant verlassen mußten…..) noch in die IBM Niederlassung, da uns das gerade dort anwesende dreiköpfige IBM Senior Executive GET (Global Engagement Team) für Marokko treffen wollte. Danach ging es ins Hotel, wo jetzt gleich Packen für das Wochenende ab morgen Nachmittag in Marrakesch angesagt ist. Das hat Karen aus Kanada netterweise für uns alle organisiert; wir haben da alle zusammen nun Bus das ganze Wochenende und ein einfacheres, kleines, traditionelles Gästehaus für zwei Nächte für  ca. 120 EUR pro Person bekommen.

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Bild: privat

Wer im Zimmer im Projekthotel in der Schreibtischecke immer auf mich aufpasst ist unser Familienbild und Maries Sockentier. Da bin ich gut behütet!

Als Chipsliebhaber habe ich natürlich im Supermarkt nach Chipssorten Ausschau gehalten und fand doch tatsächlich eine mir völlig unbekannte Geschmacksrichtung: KEBAB (siehe Beitragsbild)! Aha, interessant, Sachen gibt es. Leider war dann Geschmack nicht so toll.

So, und nach dem dringend notwendigen Sockenwaschen geht es nun ins Bett. Wir haben zwar pro Tag ein Kleidungsstück frei für den Wäscheservice, aber das reicht nicht (wenn man sparsam sein will) für den Anfall von Wäsche, den man hat. Am Sonntag kommt daher auch Unterwäsche waschen auf mich zu, die Unterhose für diese Woche ist dann nämlich dreckig…… Mit dem IBM Spesenbudget komme ich bisher generell gut hin (außer z.B. für Wochenendreisen oder Anschaffungen) und muss kein  eigenes Geld für das Alltagsleben einzusetzen. Ein normales Essen inkl. Getränk kostet z.B. etwa 4-6 EUR, der hiesige Döner (Schwarma) 2 EUR, kleine Snacks an Straßenständen 0,2-0,5 EUR.

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Bild: privat

#ibmcsc morocco

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